Sanieren um jeden Preis!

By | 4. Februar 2016

Ein übereifrige Sanierungswunsch vieler Hausverwaltungen wirft kein gutes Licht auf Ihre Verwaltertätigkeit.

Denn zu oft wird unnötig und überteuert saniert.
Obwohl zu erwarten wäre, dass gerade die Hausverwaltung Überlegungen zur Notwendigkeit und zur Höhe einer evtl. Maßnahme (Reparaturen usw) anstellt – ist genau das Gegenteil der Fall: ohne jegliche Bedenken, möglichst viel und gerne teuer, so lieben es viele Hausverwaltungen.
Nicht ohne Grund: der “Dank” vieler von der Verwaltung beauftragter Handerker und externer Dienstleister lässt sich in Worten allein kaum ausdrücken.

Bakschisch, Schwarz-, Bestechungs- oder Motivationsgelder sind für viele Hausverwaltungen ein nicht zu vernachlässigende Einnahmequelle.
Wer dies nicht glaubt oder nicht wahrhaben möchte, der verschließt die Augen vor den Tatsachen.

Deshalb heißt es oft: Sanieren, Sanieren, Sanieren!
– Ohne Hirn und Verstand, dafür aber umso teurer.

Dieser fast marktschreierische Ruf zeigt sich offen in den Unterlagen, die den anwesenden Miteigentümer einer Wohnungseigentümergemeinschaft immer kurz vor Beginn der Jahresversammlung verteilt wird: Rücklage heute 220.000 €

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Eine Überprüfung der jährlichen Instandhaltungsmaßnahmen zeigt, dass diese überraschenderweise fast immer gleich hoch sind.
D.h. über Jahre und Jahre gibt es jährlich den gleichen notwendigen Handlungsbedarf in Sachen Sanierung.

Dies entspricht nicht einer realistischen Immobilienbetreuung, die jährlich sehr schwankende Ausgaben vorsieht – oder auch Jahre ohne jegliche bzw. minimalen Ausgaben.

Sind die Instandhaltungskosten einer Hausverwaltung also jährlich ähnlich konstant – kann irgendetwas nicht stimmen.

Empfohlene Maßnahmen
Prüfen Sie in der Jahresabrechnung die Position “Instandhaltungen” oder “Entnahme aus der Instandhaltungsrücklage”.

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